Logo-Aquarium-Energie

Aqarium-Energie

Wichtige Tipps für ein gesundes Aquarium

Erfahrungswerte für die Einrichtung und Pflege von Aquarien

Wenn man im Internet stöbert, Bekannte fragt und Bücher liest, weiß man am Ende sehr viel, aber es fällt schwer, die vielen Informationen auf einen gemeinsamen Nenner zu bekommen. Das ging und geht uns genauso. Deshalb haben wir begonnen, unsere eigenen Erfahrungen zu bestimmten Themen mit Informationen aus Internet und Fachbüchern zu kombinieren und den Extrakt daraus in Kurzform in einer Tabelle zu sammeln. Immer, wenn es Fragen zu einem neuen Thema gibt, wird diese Tabelle erweitert.

Unser wichtigster Hinweis lautet aber: Aquarianer sollten ihr Hobby mit Geduld beginnen und begleiten, sonst werden sie nicht glücklich. Viele Probleme entstehen durch Ungeduld und viele Probleme erledigen sich mit Geduld von allein. Genauso wenig, wie das Wasser-Analyseset Euer täglicher Begleiter sein muss, sollte nicht gleich zur Chemiekeule gegriffen werden, wenn es Probleme gibt.

Thema

Erfahrungswerte

Beckengröße

· Je größer das Aquarium, desto konstanter werden sich die Werte einstellen und desto robuster wird das Aquarium bei zeitweiligen Problemen reagieren und sich selbst wieder einregulieren.

· Unter 60 Litern wird man voraussichtlich wenig Freude an seinem Aquarium haben.

Aufstellort

· Hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung wählen. Nicht auf die Fensterbank stellen, starker Algenwuchs!

· Statik beachten! Ein 200-Liter-Aquarium wiegt min. 250 kg. Das hält ein normaler Schreibtisch kaum aus. Beim Altbau große Aquarien nicht zwischen die Balken stellen, sondern so, dass die Last auf zwei Balken verteilt wird.

Einrichtung und Dekoration

· Der Boden im Aquarium sollte min. 5 bis 8 cm hoch (empfohlen werden 10 cm durchschnittliche Bodenhöhe), nicht zu grobkörnig sein und zu den Anforderungen der einziehenden Fische passen. (Siehe Thema „Boden“). Der Boden sollte von vorn nach hinten ansteigen. Die Mindesthöhe an der Frontscheibe sollte 5 cm betragen.

· Eine Nährstoffschicht sollte unter der Deckschicht vorgesehen werden, wenn viele und/oder anspruchsvolle Pflanzen und ein großes Becken geplant sind.

· Bei der Farbe des Bodens wählt man am besten natürliche helle oder dunkle Töne, keine naturfremden Farben. Es sollte auf einen guten Kontrast zu den zukünftigen Fischen und Bodenbewohnern geachtet werden.

· Zur Dekoration sollte am besten Ware aus dem Fachhandel genutzt werden. Selbst gesammelte Muscheln und Wurzeln sind tabu, da sie Stoffe abgeben, die nicht wünschenswert sind.

Wasserwechsel

· In der „Einfahrphase“ (vor Erstbesatz mit Fischen) sollte ein neues Aquarium mindestens 3 Wochen (besser 5 bis 6) Zeit bekommen, um sich „einzufahren“. In dieser Zeit sollte aber schon regelmäßig mit sehr wenig Fischfutter „gedüngt“ werden, damit sich die notwendigen Bakterien bilden und ihre Arbeit aufnehmen.

· Ein Wasser-Wechsel ist in der Einfahrphase nicht angeraten. Der erste Wasserwechsel erfolgt kurz bevor die ersten Fische einziehen.

· Nach der Einfahrphase muss regelmäßig gewechselt werden, denn im Aquariumwasser sammeln sich nach und nach viele unerwünschte Stoffe, wie z.B. Nitrat, Nitrit, Eisen, Phosphat, Ammoniak und viele andere. Da es keinen Selbstreinigungseffekt durch Niederschlags- oder Fließwasser wie in der Natur gibt, muss das Wasser manuell ausgetauscht werden. Folgende Fristen und Austauschmengen haben sich bewährt (Hinweis: es gibt erfahrene Aquarianer, die kommen mit deutlich längeren Fristen aus. Das muss man ausprobieren. Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für den Anfang.)

· Gesellschaftsbecken: 14-tägig bis zu 50 % des Wassers

· Zuchtbecken: 7-tägig min. 50 % des Wassers

· Oder gestaffelt wechseln: wöchentlich 20 %, 14-tägig 40%, 3-wöchentlich 50 %

· Verdunstungswasser sollte zeitnah aufgefüllt werden, da die unerwünschten Stoffe nicht mit verdunsten, sondern in (durch das fehlende Wasser) höheren Konzentration im Restwasser verbleiben. Schnelles Nachfüllen sorgt außerdem dafür, dass sich keine dauerhaften Kalkränder bilden.

· Die Wassertemperatur des Nachfüllwassers sollte nicht mehr als 2°C von der Temperatur im Becken abweichen. Und prüfen Sie Ihr Wasser auf Kuper und Chlor. Chlor kann durch einen Aktivkohlefilter, durch den das Nachfüllwasser läuft, verhindert werden. Kuper verhindert man durch langes Weglaufenlassen des Wassers, bevor man das Nachfüllwasser entnimmt (in der Warmwasserleitung ist mehr Kuper gelöst, als in der Kaltwasserleitung!).

· Überdies eignet sich abgesaugtes Wasser hervorragend zur Blumendüngung.

Düngung der Pflanzen

· Wichtige Basis für die Pflanzen sind optimales Licht (Helligkeit, Farbspektrum, Dauer), optimale Wasserwerte (PH, KH, Temperatur), optimale Nährstoffkonzentration in Wasser und Boden und ein optimaler Bodenaufbau.

· Die Pflanzen sollten nicht gedüngt werden, bevor sie angewachsen sind und auch in den ersten Wochen der Einfahrphase sollte noch nicht gedüngt werden.

· Die CO2-Düngung ist sehr wirkungsvoll für gesunde Pflanzen.

· Der allgemeine Richtwert beträgt 20 … 25 mg CO2/Liter (im Süßwasser-Gemeinschaftsbecken). Bei höheren Werten riskiert man den Tod der Fische, durchgängig deutlich geringere Werte wirken sich negativ auf das Pflanzenwachstum aus.

· Viele mehr Pflanzen, je härter das Wasser und mehr das Wasser bewegt wird, desto höher wird der CO2-Bedarf sein.

· Eine komplette automatische CO2-Anlage mit CO2-Druckbehälter kostet 100 bis 200 EUR. Eine kostengünstige Alternative ist eine Bio-CO2-Anlage, die gekauft um die 20 EUR kostet oder auch selbst gebaut werden kann aus Flaschen, Hefe und Zucker (vor allem für kleinere Becken geeignet).

· Von chemischen Zusätzen zur CO2-Erhöhung wird abgeraten.

Boden

· Der Boden sollte im Durchschnitt nicht weniger als 10 cm stark sein. Wenn er an der Frontscheibe sehr dünn ist (min. 5 cm), sollte er entsprechend stark nach hinten ansteigen.

· Kalkhaltiger Aquarium Sand und Korallensand sind für Süßwasseraquarien nicht geeignet.

· Spielsand und Zierkiese treiben die Wasserhärte hoch und vermiesen schnell den Spaß am Aquarium.

· Allgemein gut als Oberschicht geeignet ist Aquarium-Kies mit 2 bis 3 mm Körnung (bei Aquarium-Sand ist die Durchlüftung gering und Faulstellen oft das Ergebnis); wenn es viele Bodenbewohner gibt, sollte es etwas feiner sein.

· Je anspruchsvolle und vielfältiger die Pflanzen und je größer das Aquarium, desto eher sollte eine zusätzliche Depot- bzw. Nährstoffschicht unter der Deckschicht eingefügt werden.

· Aquarium Sand und Kies sind immer vorzuwaschen, am sichersten ist das Abkochen. Auch vorgewaschener Sand und Kies sollte nochmal gewaschen werden.

· Nährstoffboden, Pflanzensubstrat und Depotboden werden nicht vorgewaschen.

· Beim Einfüllen des Wassers keine Verwirbelungen verursachen!

· Das regelmäßige Auflockern und das Absaugen mit der Mulmglocke darf nicht vergessen werden.

· Wichtiger Hinweis: nur geschliffenen Sand/Kies verwenden, da sich die Bodenbewohner/bodenfressende Fische sonst verletzen können.

Mulm absaugen

· Mulm sollte im Rahmen des Wasserwechsels abgesaugt werden und immer sehr schnell dann, wenn man Fäulnisherde feststellt.

· Verwenden Sie am besten einen Mulmsauger mit Mulmglocke. Der Vorteil ist, dass man damit den Mulm absaugen kann, ohne viel Wasser aufzunehmen. Mit der Mulmglocke kann der Boden aufgewühlt werden, um Fäulnisherde zu entfernen, ohne dass der Boden angesaugt wird.

Algen

· Algen sind ein immer wieder kehrendes Problem von Aquarianern. Je nachdem, um welche Algen es sich handelt, können sie bekämpft werden mit chemischen Mittel und Zusätzen (nicht empfohlen), durch natürliche Fressfeinde wie Garnelen, Fische oder auch Schnecken, durch Veränderungen der Wasserwerte (Einbringung von CO2, Osmosewasser usw.), durch eine Dunkelkur (Infos dazu gibt es hier), mechanisch oder manchmal einfach durch abwarten.

· Blaualgen werden am besten bekämpft durch mechanisches Absaugen der Algen, wobei gleichzeitig ein großer Wasserwechsel durchgeführt wird. Darüber hinaus ist der Filter und dessen Durchströmungsrate zu prüfen und die Beleuchtungsdauer zu verkürzen (evtl. sogar Dunkelkur). Fische oder Garnelen können hier leider nichts ausrichten.

· Fadenalgen entstehen durch eine zu geringe Anzahl an Wasserpflanzen, zu wenig CO2, zu wenig Nitrat oder zu wenig Phosphat. Dagegen hilft es, zunächst die Wasserwerte genau zu kontrollieren, mehr schnellwachsenden Pflanzen einzusetzen (die verbrauchen viel Nährstoff), für Phosphat und Nitrat sorgen, CO2 Düngung einzusetzen, die Fadenalgen mechanisch zu entfernen, das Becken mit algenfressenden Fischen und Garnelen zu besetzen und weniger zu füttern.

· Gegen Schwebealgen und Staubalgen hilft das Einsetzen von Wasserflöhen, die Benutzung eines UV Klärers, der Einsatz einen Kieselalgenfilter und weniger Licht (evtl. sogar Dunkelkur). Staubalgen verschwinden wegen ihres geringen Lebenszyklus oft wieder von selbst, wenn man abwartet. Oft entstehen Staubalgen nur in der Einfahrphase, wenn die Pflanzen noch nicht wachsen.

· Pelzalgen, Fusselalgen und Haaralgen bekämpfen sich eher schwierig. Hier muss man verschiedene Dinge gleichzeitig verändern. Anzuraten sind eine Verringerung der Beleuchtungsdauer. Das Einsetzen von schnellwachsenden Pflanzen (die verbrauchen viel Nährstoff), die mechanische Entfernung in regelmäßigen Abständen, den Einsatz von algenfressenden Fischen und Garnelen, evtl. eine Dunkelkur und die regelmäßige Prüfung der Wasserwerte und deren Beeinflussung.

· Punktalgen entstehen oft dann, wenn man seine Wasserpflanzen zu oft düngt. Es hilft hier also insbesondere, weniger zu düngen, den Phosphat- und den Eisenwert einzustellen, Schnecken einzusetzen, schnellwachsende Pflanzen einzusetzen (die verbrauchen viel Nährstoff) und natürlich die mechanische Entfernung durch Scheibenkratzer.

· Kieselalgen (oft Braunalgen genannt, obwohl diese nur in Salzwasser auftreten) lassen sich ebenfalls bekämpfen. Das erfolgt am besten durch die Verringerung der Kieselsäure im Wasser, die Verringerung des Phosphat-Werts, die mechanische Entfernung und eine Verringerung des PH-Wertes. Sollte bereits das Leitungswasser zu viel Kieselsäure enthalten, sollte man auf Osmosewasser umstellen. Da Kieselalgen besonders gut bei geringen Lichtverhältnissen wachsen, sollte auch die Beleuchtungsstärke erhöht werden.

· Bartalgen, eine Rotalgenart, treten meist bei neu eingerichteten Aquarien auf, aber auch bei älteren. Wirksam bekämpft werden sie durch Veränderung des Filterauslasses (Strömung reduzieren), Wasserwechsel zum Nährstoffabbau, Einsatz schnellwachsender Pflanzen (die verbrauchen viel Nährstoff), Erhöhung des CO2 Gehaltes, Torffilterung und natürlich die mechanische Beseitigung.

· Pinselalgen, eine Rotalgenart, treten ebenfalls oft dann auf, wenn die Strömung sehr stark ist. Deshalb sollte man die Strömung im Aquarium verringern. Außerdem kann man siamesische Rüsselbarben, Garnelen, Posthornschnecken und Apfelschnecken zur Bekämpfung einsetzen, den CO2-Gehalt erhöhen und die Algen mechanisch beseitigen. Die regelmäßige Phosphat- und Nitratkontrolle und -beeinflussung gehören natürlich stets dazu.

Stromanbieter wechseln

&
Bonus-Geschenke sichern

Es steht ein großes Stadtwerk dahinter.

„AquariumEnergie? Na da darf man sicher erstmal skeptisch sein. Strom kommt aus der Dose und das billigste Angebot gibt’s sowieso auf Vergleichsportalen im Internet.

Aber ich muss sagen, nachdem ich ein Angebot angefordert habe und dreimal Kontakt per E-Mail und Telefon mit den Leuten bei Aquarium-Energie hatte, hab ich mich an den Gedanken gewöhnt, den Strom vom „Stromspezialisten für Aquarien“ zu beziehen. Bei den Pflanzen und bei den Fischen geh ich ja auch in den Fachhandel. Wahrscheinlich gibt’s auch billigeren Strom.

Aber die Leute von Aquarium-Energie verstehen mich, sind ruhige korrekte Gesprächspartner und man kann sich drauf verlassen, dass sie helfen. Und außerdem können sie nicht - wie viele andere Anbieter – Pleite gehen, denn es steht ein großes Stadtwerk dahinter. Das alles gefällt mir, also betreibe ich inzwischen meine Aquarien mit Strom von Aquarium-Energie.“
Klemens Tenner
Meerwasseraquarium 200 und 120 Liter
Bewertung: 5,0
5/5

© 2020 Stadtwerke Cottbus GmbH | Design by -fit4on-